Makro- und mikrohämodynamische Beeinflussungen im Freitauch-Everesting Weltrekord.

DOI:10.36210/BerMedJ/epub0012025

Autor/innen

Abstract

Das Everesting ist eine neue Ausdauersportart, bei welcher die Sportler über eine definierte, jedoch frei wählbare Strecke am Berg eine kumulative Höhe von 8848 Metern zurücklegen. Eine Überwindung der Gesamtstrecke im Apnoe Tauchsport gab es bisher nicht. In einem Tauchturm von 20 Meter Wassertiefe wurden vom Freitaucher insgesamt 222 Apnoetauchgänge in 12:57:09 Stunden durchgeführt. Untersucht wurde der transkutane Sauerstoffpartialdruck (TINA 4, Radiometer, Kopenhagen), die Pulswellentransientzeit (PWTT) zur Kalkulation des Herzzeitvolumens und Standard Monitoring mit EKG, RR, SpO2 (Life Scope, BSM 6501, Nihon Kohden, Japan) sowie die Mikrozirkulation (O2C, LEA Medizintechnik Giessen, Deutschland) und die Bestimmung der Körperkerntemperatur mittels Infrarotthermometrie im Gehörgang. Vor dem Wettkampf lag ein transkutaner Sauerstoffdruck von 83 mmHg vor, welcher sich mit den ersten 50 Tauchgängen steigerte, um im weiteren Wettkampf nahezu konstant zu bleiben. (Mean=129,9±20,39 Standardabweichung). Die Werte folgen mit einem Bestimmungsmaß von R² = 0,3255 einer Potenzgleichung mit der Formel y = 104,24x0,1367. Der Perfusionsindex nimmt im Verlauf des Untersuchungszeitraumes signifikant zum Ausgangswert ab (p<0,01, t-Test) und ändert sich während des Wettkampfes nicht signifikant (p>0,05, t-Test). Die Pulswellentransientzeit und der Herzindex zeigten im Untersuchungszeitraum zur Ausgangsmessung keine signifikanten Unterschiede (p>0,05, t-Test). Entsprechend dem Gasgesetz von Dalton, ändern sich die Partialdrücke nur innerhalb des Gesamtdruckes. Durch die Erhöhung des Wasserdampfpartialdruckes um 23 mmHg sowie der Ausatmung von Kohlendioxid von 35 mmHg, erfolgt bei den Apnoetauchgängen im Freitauch Everesting keine Stickstoffaufsättigung des Gewebes. Die Abnahme des Perfusionsindex, die Abnahme des Blutflusses im Gewebe sowie die Abnahme der Sauerstoffsättigung in Gewebe lassen, bei gleichbleibenden Hämoglobingehalt, auf eine hydrostatisch bedingte periphere Vasokompression schließen. Die damit bedingte thorakale Volumenverschiebung zeigten in den Messungen des Herzindex der Makrohämodynamik und der Messungen der Mikrohämodynmaik keine signifikanten Beeinflussungen.

Freedive Everesting

Veröffentlicht

20-03-2026

Zitationsvorschlag

Schedler, O., & Weißhoff, D. (2026). Makro- und mikrohämodynamische Beeinflussungen im Freitauch-Everesting Weltrekord.: DOI:10.36210/BerMedJ/epub0012025. Berlin Medical Journal, 7(1). Abgerufen von https://www.bmjs.me/index.php/BMJ/article/view/51

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